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Kitesurfen Part 3: Hit the reef, Jack!
Mit Hilfe der werten Kitesurf-Community auf oase.com (Danke, Jungens!) und einigen Utensilien der Safari Lodge kann ich am nächsten Morgen meine gerissene Leine provisorisch fixen. Warren bietet mir an, mal einen neuen 12er Eclipse Kite auszuprobieren. Sag ich nicht nein. Gegen 11 geht’s zwei Kilometer raus aus offene Meer für einen Downwinder.
Ich schwimm vom Boot weg, Kite geht schön stabil am Rand hoch. Der Hybrid-Kite läuft Höhe wie Reinhold Messner auf Extasy. Selbst mit geringer Geschwindigkeit und relativ hoch geflogenem Kite geht’s ab nach Luv. 30 Grad gegen den Wind lassen mich nur noch grinsen. In vier Jahren hat sich unendlich viel getan beim Kitesurfen. [weiterlesen]
Kitesurfing in Fiji gone bad
Ich brauch noch nicht mal den Wecker, um pünktlich zur Flut um sechs aufzuwachen. Der Wind brodelt schon, reicht aber noch nicht zum Kitesurfen. Nochmal drei Stunden schlafen, dann geht’s weiter mit Kitesurfing in Fiji. Um zehn Uhr fahren wir mit dem Boot wieder raus an den sicheren Kitesurfing-Spot an der Sandbar, 2 km von Nananu-i-Ra entfernt.
Schon auf Nananu-i-Ra war der Wind stark, an der Sandbar bläst der Wind mit 30-40kmh. Starke Böen machen das Kitesurfing noch schwerer. Für meinen 12er Nitro mit 30% Depower absoluter Killer. Wenigstens weiß ich das schon, bevor ich rausgehe zum Kitesurfen. Immer ein schlechtes Omen, wenn man schon an Land kaum noch Bodenkontakt halten kann. [weiterlesen]
Kiteboarding in Fiji
Darauf hab ich lange gewartet: Kiteboarding in Fiji. Endlich kommt der Wind. Den ganzen Vormittag baut er sich auf. Ich wusste, er würde gut, denn mein Herz hat den ganzen Vormittag heftig geschlagen. Nach 5 Wochen ohne Kiteboarding in Fiji geht’s heute endlich los. Die Wolken sind weg, der Wind ist da.
Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Boot raus auf eine Sandbank vor Ellington Wharf. Bei Ebbe ist auch auf Nananu-i-Ra nix mit Kiteboarding: wie überall auf Fiji sind die scharfen Korallen zu dich unter der Wasseroberfläche. Auf der Sandbank bläst der Wind, mein Wind, genau meine Stärke. [weiterlesen]
Dauerregen und kein Wind
Seit drei Tagen warten alle zunehmend verzweifelt auf Wind. Es regnet immer wieder in Strömen. Wir schlagen nicht Zeit tot, sondern schwarz-weiß-gestreifte Moskitos, die wunderbar infektiöse pickelartige Riesenbeulen hinterlassen, wenn man zu langsam ist. Zack. Wieder zwei. 107 heute.
Wir glotzen zuviele DVDs, wenn auch gute, aus der reichhaltigen Kollektion der Safari Lodge. Mein importierter Biervorrat wird drastisch dezimiert, und keine Zigarette hilft gegen die Moskitoscharen. Wir trinken Kava, essen, quatschen, warten auf Wind. Lektüre: The Kite Runner. [weiterlesen]
Nananu-i-Ra, Fiji
Mit dem Bus geht’s im tropischen Dauerregen weiter auf die Nordseite von Viti Levu. Der Kings Highway wird nach 50 km ein einspuriger Feldweg. Seekrank auf Land, einmalig. Nach vier Stunden werde ich in Ellington abgesetzt. Endlich wieder Sonne.
Warren, der Besitzer der Safari Lodge auf Nananu-i-Ra kommt, und mit dem Boot fahren wir raus auf eine Sandbank. Dort warten ein paar Schweizer und ein Engländer. Im Sonnenuntergang darf jeder mal eine Runde Wakeboarden hinter dem Boot. Riesen Spaß vor großer Kulisse. Den griechischen Kitelehrer lässt’s so heftig auf Ohr, dass er danach durch selbiges pfeifen kann. [weiterlesen]
Navua River & verlorene Seelen in Suva
Ich mache meine erste “Touristen”-Tour. Ein Truck holt mich am Morgen ab, wir fahren wieder gen Westen auf der Kings Road. Ziel ist der Navua Fluss in der Nähe von Pacific Harbour. In einem Bus kommen aus dem Westen 15 weitere Deutsche an. Ich habe überhaupt keine Lust auf Deutsch. Der Fahrer tut mir einen Gefallen und stellt mich als Francis aus England vor. Meinen Titel und Nachnamen lasse ich aus, Sir und Drake wäre etwas zu dick aufgetragen.
Mit einem motorisierten Bananenboot geht’s erst eine gute Stunde von der Mündung des Navua River ins Landesinnere. Die Berge werden immer höher während es kontinuierlich regnet. Trotz 25 Grad wäre es wegen dem Fahrtwind ziemlich kalt, bin zum ersten Mal froh über meine Regenjacke. [weiterlesen]
Raintreelodge, Wasserfälle & Suva
Der gestrige Tag war bis zum Abend wunderschön. Der Weihnachtsmann setzt mich an der Raintree Lodge oberhalb von Suva ab. Zwischen den Gebäuden sind schöne kleine Seen mit Seerosen, rundherum Regenwald. Die Vögel zwitschern in allen Lagen und aus allen Richtungen.
Trotzdem: Raintree Lodge ist Mist. Betten modrig, Räume eng. Essen teuer und schlecht. Versiffte Bäder, WCs, grüner Pool. Alles verlassen, Personal unmotiviert. Jedes kleine Extra kostet massig. Der absolute Abschuss war eine ethno-techno-untermalte “einheimische” Tanzperformance, an Traurigkeit kaum zu überbieten. [weiterlesen]
Der Weihnachtsmann kommt nach Fiji
Die letzte Nacht im Fiji Beach House geht ruhig zu Ende. Das Haus ist leer, die guten Kumpanen weitergezogen. Verabschiedet wurde ich am Nachmittag von starken Winden. Passenderweise zur Ebbe, 20cm Wasser über dem Riff. Unkitebar. Mein Fluch dauert an.
Ein paar Australier fahren nach Suva. Ich klink mich ein. Hatte keine Ahnung, mit wem ich reise. Auf einmal halten wir an einer Schule an. Der Kofferraum das Vans ist voller Bälle. Kinder strömen herbei. Der Weiß-Blau-gestreifte Weihnachtsmann Peter Cole mit seinem rotgebrannten Kollegen Bubbles lassen Kinderherzen strahlen. [weiterlesen]
Schnorcheln, Sonnenschein & Sanddünen
Nach einigen Tagen geht endlich mal wieder ein Schnorcheltrip zusammen. Mit dem Boot geht’s raus aufs Riff an der Coral Coast. Die Sichtweite beträgt bis zu 20 Metern bei mäßiger Strömung. Blaue Seesterne, Papageienfische, Clownfische und hunderte andere die ich nicht kenne. Wer noch nicht auf Fiji geschnorchelt hat, weiß nicht was Farben sind.
Wir tauchen bis auf 5m runter an einer kleinen Riffwand entlang. Ganz unten sind einige Mördermuscheln von bis zu einem halben Meter. Ich will sie etwas ärgern, aber Wasserwedeln reicht nicht, dass sie sich schließen. Meine Hand brauch ich noch, also eben kein Muschelklappen. [weiterlesen]
Fremdenlegion Fiji
David, der nette Ire vom ersten Dschungeltrip hatte gemailt. Hätte einen weiteren Dschungeltrip ausgemacht, nirgends öffentlich angeboten, nur durch Zufall von einer Dorfbewohnerin erfahren. Ich sage sofort zu. Früh Morgens geht’s mit dem Bus nach Pacific Harbor, Art Village. Nettes Kolonial-Ensemble.
Ich treff David gegen 11, wir gehen was essen. David berichtet mir von seinen anderen Hotels. Anscheinend ist alles leer. Der letzte Putsch in Fiji ist zwar schon ein Jahr her, aber die Touristen fehlen immer noch. Ich überzeuge mich kurz davon im Uprising, einem neuen Backpacker-Resort in Pacific Harbor. Leer. [weiterlesen]
Der Weltreise-Blues
Ich hab den Drittel-Weltreise-Blues. Keinen melodischen, mehr einen mit nach unten verstimmter Quart. Bin ein vollgesaugter Schwamm, und zwar nicht wegen fünf Tagen Dauerregen. Alles bewegt sich rasend schnell. Nach den USA dachte ich, das wäre die zu hohe Reisegeschwindigkeit. Aber das war’s nicht. Die Welt zieht noch schneller vorbei, wenn man still steht.
Hab lange überlegt, ob ich darüber was schreiben soll. Ist ja kein Krematoriumsblog. Ich stell’s jetzt online, weil ich denke dass eine Reise ohne Tiefpunkt keine Höhepunkte liefern kann. Gehört somit wohl dazu. [weiterlesen]
Welcome to the jungle!
Jiunta, ein Führer aus dem nahen Dorf führt uns mitten in den Urwald. Nur zwei Leute. Menschenleerer Dschungel. Es geht über Feldwege durch ein kleines Dorf bis an den Waldrand. Ich hab jegliches Leiberl vergessen, die Sonne sticht. Die Schuhe wollen mich nach dem ersten Schlammfeld ebenfalls nicht mehr begleiten, gehen sich auf der Wiese sonnen. Barfuß im Dschungel.
Der Trail geht durch Matsch, Moskito-Schlachtfelder und Bambuswälder an einem Fluss entlang bergauf. Der Manoa-Trail auf Oahu war nett, aber erst das hier ist richtig zuckerfrei. Jiunta zeigt immer neue Pflanzen, zum Fische-besoffen-machen, gegen Durchfall, zum Blutstillen und vieles mehr. [weiterlesen]
Fiji Beach House, Viti Levu / Coral Coast
Am nächsten Nachmittag kommt glatt mal etwas Wind auf in Nadi. Footballspieler starten mir den Kite, ich zieh zwei Bahnen. Für Aufkanten reicht der Wind nicht. Ich lauf am Strand zurück und etwas weiter, gehe wieder ins Wasser. Der Wind hört schlagartig komplett auf, Drachen fällt mitten in eine Seegraswiese. Den Tang aus den verhedderten Leinen rauszuzupfen dauert nur eine Stunde. Der Fluch hält an.
Am Abend lern ich noch ne nette Australierin kennen, mit der ich deutlich zulange und zuviel am Strand versumpfe, wie mir mein Schädel am nächsten Morgen rhythmisch pochend mitteilt. Mit dem Taxi geht’s zum Busbahnhof Nadi und dann weiter für 10 FJ$ über 150km an die Südküste zum Fiji Beach House. [weiterlesen]
Auf nach Fiji!
Früh am nächsten Morgen geht’s weiter nach Fiji. Wohnung aufräumen, Prinzessinnen-Bett machen, letzte Wäsche. Geht in Ordnung, hab nur die Hälfte von dem gezahlt, was andere verlangt hätten. Das Shuttle kommt pünktlich und bringt mich zum Flughafen. Fühl mich mal wieder vom Wind verarscht. Kaum fahr ich ab, bläst er wie blöd.
Air Pacific fragt noch nicht mal nach den 20$ extra fürs Kitegepäck. Der Flieger ist halb leer, ich hab ne ganze Bank für mich. Nach drei Stunden gibt’s eine Zwischenlandung auf den Christmas Islands. Der Terminal ist wohl der kleinste weltweit. Der einzige Grund für die Landung großer Jets ist dass den kleineren der Sprit auf dem Weg ausgehen würde. [weiterlesen]
Open Road
Open Road is a “thank you” to all the people who helped me on my trip, to hosts and friends. The best of almost 3000 pictures on the road across the whole USA. Optimized and arranged in one big poster for a 300 dpi print in size 89/111cm (35/43 inches). You find the previews on the right (small) and on the bottom of this page (medium).
Everybody I met on my trip received an email, containing a shared folder link on xdrive.com. You’ll have to get registered to download it. Fast & simple, and after that you got you own free 5GB harddrive on the internet. [weiterlesen]
Endlich Kitesurfen in Hawaii
Ein weiterer windloser Tag vergeht. Ich bastel an einem Dankeschön-Poster für alle meine Hosts. Das Haus und ich, allein. Abends fahr ich wieder zum Strand. Umsonst, wie erwartet. Bei einem guten Mexikaner geb ich mir die Keule, festofftechnisch und flüssig. Wieder heim. Mein surfen in Hawaii spielte sich bisher nur im Internet ab. Trostlosigkite wiegt mich in unruhigen Schlaf.
Am nächsten Morgen weckt mich das ungewohnte Geräusch sich bewegender Blätter. Nur kurz, dann vorbei. Ich schlafe nochmal ein. Kurz vor Mittag ist klar: heute kommt endlich Wind. Nicht viel, grade genug. Einmal mehr als die Vorhersage, bisher waren’s immer 5 Meilen weniger in Kailua. Mein letzter Tag auf Hawaii. Endlich Kitesurfen. [weiterlesen]
